St. Petersburg

 

                   St. Petersburg – das touristische Juwel Rußlands

„Man gebe mir nur irgendetwas
auf irgendeinem Kontinent,
das St. Petersburg gleicht,
und mein Herz wird schmelzen“
(Vladimir Nabokov)

 

 

 

St. Petersburg ist einmalig. Nicht durch improvisierende Geschichte geschaffen, sondern gebaut nach dem Wille Peters I., brennend wie kaltes Eisen im Frost – die Stadt erschüttert jeden mit seiner Ungewöhnlichkeit, unvergleichlicher Schönheit und strenger Pracht, die zu allen Zeiten gerühmt wurden.
Peter I. erfüllte vor 300 Jahren einen Traum und schuf einen Ort, der heute zu den schönsten der Welt zählt: St.Petersburg.

10

Der Ausbau der neuen Hauptstadt Rußlands wurde mit allen  Mitteln vorangetrieben. Die Zaren holten die besten  Architekten und Künstler aus Europa nach St.Petersburg. Italiener, Franzosen, Deutsche und Holländer schufen im Barockstil und Klassizismus Bauwerke, die der Stadt noch heute ihr eindruckvolles westeuropäisches Gepräge geben. 1703 gegründet und aus dem Nichts entstanden, konnte sich St.Petersburg schon 50 Jahre nach seiner Gründung mit Metropolen wie Paris, Rom oder Wien vergleichen.

Das Freilichtmuseum, das „Palmyra des Nordens“, das „nördliche Venedig“ – so wird die Stadt im Newa-Delta oft genannt. St.Petersburg erstreckt sich über 42 Inseln und wird von mehreren Flüssen und Kanälen durchgezogen, über denen mehr als 300 Brücken gebaut sind (mit den Vororten fast 600 Brücken) – die Stadt kann mit Recht als „Brückenmuseum“ bezeichnet werden. 

St. Petersburg gilt als Kulturhauptstadt Rußlands – hier ist   eine ganze Reihe von Kulturinstitutionen von Weltrang zu Hause. Heute gibt es in der Stadt über 120 Museen und ständige Ausstellungen. Hier befindet sich die Eremitage – mit ihren ca. 3 Millionen Exponaten (darunter der Schatz der Skythen, zwei Leonardo-Madonnen, eine umfassende Sammung der flämischen und niederländischen Malerei, zu der allein 25 Rembrands gehören, beachtliche Kollektion der französischen Impressionisten) ist sie eine der drei größten Kunstsammlungen der Welt.

Das Russische Museum in St. Petersburg mit über 320 000 Exponaten gehört neben der Tretjekow-Galerie in Moskau zu den größten Sammlungen der russischen Kunst, die hier in allen ihren Bereichen (Malerei, Skulptur, Gegenstände der angewandten und der Volkskunst) vertreten ist.

In der Stadt gibt es mehrere Theater, Konzertsäle, einige Jazz-Klubs sowie zahlreiche Nachtklubs. Das berühmte Mariinski-Theater ist in der ganzen Welt als Kirowballett und Kirowoper bekannt.

 St. Petersburg ist eigenartig und vielseitig: die Stadt der Zaren und der Revolutionen, die Stadt Puschkins und Dostoevskijs, der Handwerker und der Intellektuellen, eine Museumstadt und eine große Industriemetropole, die Stadt, wo neben den einheitlichen barocken und klassizistischen Architekturensembles (darunter die Rossi-Straße, die vollkommste Straße der Welt) auch die Kirchen im altrussichen Stil stehen, deren vergoldete Zwiebelkuppeln im Sonnenlicht strahlen, die Stadt der geschwungenen Brücken und glitzernden Kanäle – St. Petersburg läßt immer etwas Neues entdecken.
Heute ist die 5-Millionen-Metropole an der Newa ein bedeutendes Wissenschafts-, Industrie-, Handels- und Bankenzentrum Russlands und steht nach der Information der UNESCO an einer der ersten Stellen als die berühmteste Stadt unter den Touristen in der ganzen Welt.

Smaragdzierde von St. Petersburg

Die ehemaligen Zarenresidenzen mit mehreren Schlössern und Parks umringen die Stadt wie ein wertvolles Smaragdhalsband. Ausflüge zu diesen prachtvollen Anlagen in der Umgebung von St. Petersburg vermitteln einen Eindruck von dem unvorstellbaren Reichtum vergangener Zeiten.
Eine der reizvollsten Sehenswürdigkeiten im Umkreis der Stadt ist die Residenz Peterhof – das echte Fontänenreich. Mit seinen ca. 150 Springbrunnen, mehreren Wasserspielen, marmornen Skulpturen, dem repräsentativen Großen Palast, zahlreichen schönen Wohnpalästen und ausgedehnten Parkanlagen ist „das russische Versailles“ an der Küste des Finnischen Meerbusens das beliebteste Ausflugsziel.
Wunderschön sind die romantischen Parkanlagen in Puschkin (Zarskoje Sselo) – der französische Garten mit gleichmäßig beschnittenen Bäumen, schnurgeraden Alleen, stilisierten Blumenbeeten, Pavillons und der landschaftliche englische Park mit zahlreichen Teichen, Brücken, Denkmälern, Lauben und als antike Ruinen gestalteten Bauten.
Ein Ausflug nach Puschkin führt Sie auch zum prächtigen Katharinenpalast mit dem legendären Bernsteinzimmer, das vor kurzen vollständig rekonstruiert wurde.
Das 30 km südlich von St. Petersburg gelegene Pawlowsk ist die jüngste der ehemaligen Sommerresidenzen der russischen Zaren. Der außerordentlich malerisch wirkende Park mit der Fläche von 600 ha gehört zu den größten Parkanlagen der Welt.
Die Besichtigung des für Paul I. errichteten klassizistischen Palastes mit mehreren Prunkräumen und Wohnräumen, wo die Privatsachen der Zarenfamilie zu sehen sind, gibt die Möglichkeit, die Meisterschaft vieler nahmhaften Architekten zu bewundern und macht die Besucher mit der interessanten Figur des „russischen Hamlet“ bekannt.

St. Petersburg – eine multinationale Stadt

St. Petersburg war von der Gründung an multinational. Hier lebten Russen, Deutsche, Französen, Schweden, Holländer, Finnen, Polen, Armenier, Tataren, Italiener und andere Nationalitäten – das war immer ein kosmopolitischer Ort.
Schon in der Peterszeit gab es in der Stadt eine deutsche Siedlung. Diese Kolonie wuchs schnell, am Anfang des 20. Jahrhunderts wohnten in St.Petersburg schon ca. 50000 Deutsche.
Viele berühmte deutsche Architekten, Wissenschaftler, Künstler sowie einfache Handwerker und Arbeiter haben einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Stadt geleistet. Auch heute bestehen die vielfältigen Beziehungen zwischen Deutschland und St. Petersburg in verschiedenen Lebensbereichen.
Bereits an der Errichtung der ersten Anlage der Stadt, der Peter-Pauls-Festung, hat der Schweizer Georg Gsell teilgenommen. Auch später haben hier viele Schweizer gewohnt, die in die Stadtgeschichte eingegangen sind.
Nur eine Tatsache zum Thema „Österreich und St. Petersburg“: einige Saisons hat der berühmte österreichische Komponist Johann Strauß in einem Konzertsaal in der Zarenresidenz Pawlowsk dirigiert, hier hat er mehrere weltbekannte Werke komponiert.
Dank Sponsoring der deutschen Firmen wiederhergestelltes Bernsteinzimmer in Puschkin und die erneuerte technische Ausstattung der Petersburger Philharmonie, die von der Schweiz geschenkten Blumenuhren, die St. Petersburg seit 2003 schmücken, und der Österreichische Platz mit den Häusern im Jugendstil sind heute unabdingbare Elemente der Stadt an der Newa.